RyckBlick, Teil 1

Corona

Das Jahr 2020 wird vielen unter uns als das Coronajahr in Erinnerung bleiben. Ein Virus, EBEN NICHT „nur eine Grippe“, eine Pandemie, Menschen an ihrer Belastungsgrenze und weit darüber hinaus, (Existenz)Ängste, überforderte und neu geforderte Eltern, Verhaltensregeln und -empfehlungen, Infektionsschutzgesetze, Auflagen, Pflichten, AHA, Kontaktein- und beschränkungen, Rycksicht, Vorsicht, Nächstenliebe, Menschenverachtung, vermeintliche Querdenker und tatsächliche GarNichtDenker, sogenannte Leerdenker, Virologen, Lockdown, Shutdown, …

und TOTE – verglichen mit den Opfern des Syrienkrieges oder den im Mittelmeer ersoffenen Geflüchteten eher wenig, angesichts einer Pandemie, die mit der Einhaltung ein paar weniger einfacher Regeln nicht besiegbar aber einzudämmen wäre, viel zu viele! In allen drei Fällen werden die Zahlen von Rechten, Rechtsextremen, Nazis, Reichsbürger*innen, Verschwörungstheoretiker*innen, selbsternannten „Besorgten“ und „Bewegten“ und Wahrheitsverdrehern instrumentalisiert, relativiert, heruntergespielt, sogar negiert. Da nutzt es auch nichts, den Verstorbenen ein Gesicht zu geben.

Nachdem an die Vernunft der Menschheit offenbar nicht zu appelieren ist, dürfen wir dank einer vergleichsweise kleinen Zahl Leerdenker und Hirnlosen dieses Jahr Weihnachten im Lockdown

er

 

 

 

 

Danke dafür. Wen wundert es, wenn manche Menschen sich mehr und mehr der Misanthropie verschreiben und größere Ängste gegenüber den Leuten um sie herum entwickeln als gegenüber des Virus selbst.

Und was sonst hab ich so national und international mitgekriegt?

  • Verquickung von Politik, Polizei und Rechtsextremismus, auch und besonders in SchreckPomm;
  • 1 rechtsextremistischer, 1 islamistischer, 1 politischer Anschlag; sich ausbreitender Antisemitismus;
  • das zwar „gut gemeinte“ aber nichts verändernde Beklatschen von ArbeitnehmerInnen in Gesundheit und Pflege,;
  • der Flughafen BER scheint fertig;
  • Brexit; der HarryMegExit;
  • ein echt beSCHEUERter Umgang mit den Verfehlungen des Andreas Franz, der ob der gefühlten Fantastilliarden, die er in den Sand setzte  immer noch im sicheren Schoß der deutschen Bundespolitik sein Unwesen treiben darf und in keinem Ryckblick auftauchte bislang, im Gegensatz zu Wirecard, wozu ich dann jetzt nichts mehr sage.
  • Eigentlich traue ich mich kaum, es laut zu sagen, wer mich kennt, kennt meine Haltung. Darum schreibe ich es leise hier hin: die Auftritte von unserer Bundeskanzlerin und dem Herrn Söder stimmten mich nicht selten überzeugt. Ich bin sicher kein Fan – aber meiner Meinung nach haben die beiden in der Krise einen verdammt guten Job gemacht.
  • Die Polizei muss sich eine Menge „gefallen lassen“ in diesem Jahr – natürlich nicht jeder Polizist, aber es wurde verhältnismäßig häufig die berechtigte Frage gestellt: „Wen rufst du, wenn die Polizei selbst Täter ist?“
  • Ein Präsident, wie es ihn noch nie gegeben hat und hoffentlich auch nie, nie wieder geben wird wurde endlich abgewählt! Der alte, weiße, laute und dumme Donald duckt sich vor diesem Wahlergebnis immer noch weg und behauptet das Gegenteil (Selbst Gerhard hat es seinerzeit schneller begriffen) – aber ab Januar darf ein neuer, noch älterer weißer Mann die Fehler seines Vorgängers ausbügeln und es hoffentlich besser machen (wozu es denke ich nicht wirklich viel braucht!)
  • tbc…

Und regional so?

Offiziell habe ich mich aus gesundheitlichen Gründen aus allem, was Greifswald betrifft in diesem Jahr herausgezogen und sogar herausgehalten. Letzteres erstaunt mich ryckblickend am meisten. Dank diverser Verteiler fühlte ich mich stets gut informiert, aber nach 10 Jahren einfach mal „nicht zuständig“. Es sei denn natürlich, meine Meinung oder Unterstützung in politischpassivpolarisierendaktiver Form war explizit gefragt. Das hat mir und meiner Psyche verdammt gut getan, wenn auch ich nicht selten mächtig an mich halten musste.

Dieses war der erste Teil meines Ryckblicks auf ein bewegendes und nachdenklich stimmendes Jahr.

 

 

 

 

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