RyckBlick, Teil 2

Getz wird es ein bisschen privater…

 

  • Kurz Mittel Lang Länger Kurz Mittel Kurz – das ist kein komisches Gemorse, sondern meine Haarlänge 2020
  • Mein inneres Kind hat kurz vor dem Licht am Ende des bis hierhin recht beschwerlichen Ryckweges die Dose der Pandorra geöffnet und ich bekomme sie nicht mehr zu. So gesellte sich zu der Depression eine handfeste Posttraumatische Belastungsstörung, wie es in feinstem PsychoDeutsch heißt. Das Licht ryckte in noch unsichtbare Ferne und ich werde noch ein ganzes Weilchen mit mir selbst beschäftigt sein.
  • An meiner Seite mein HerzMensch, immer noch, immer weiter, tapfer, stark und zuversichtlich, dass ich das schaffe, weil wir das schaffen.
  • Natürlich hat Corona auch in mein Leben massiv eingegriffen. Wobei, nein, nicht das Virus, sondern der Umgang einiger mit der Pandemie. Mit ein Grund, warum ich mich nicht nur das SocialDistancing vertiefe, sondern mich in SocialMediaDistancing übe. Die Geister der Aggression und des Kontrollverlustes muss ich nicht wieder haben.
  • Ryckzug tut gut, mir und meiner Seele
  • Mein HerzMensch hat meinen Hof in ein Kleinod des wohligen Ryckzugs verwandelt und gemeinsam haben wir ein kleines Paradies für viel liebenswertes Geflügel und uns geschaffen. Wir sind gut zu Vögeln 😉
  • Ich wurde 3mal in diesem Jahr zur so unfassbar stolzen „OmaBigi“ gemacht. 3 „unserer Jungs“ aus der unsäglichen Zeit der #fckngsprtshll2015, die „ihren Weg“ gegangen sind, sind Väter geworden. Und damit ich mir nicht zu viele Daten merken muss, sind Ayla und Emil am gleichen Tag im März zur Welt gekommen, während die kleine Emilia, wie die Oma ein Novemberkind ist.
  • Indes wurde unsere „Kinderzahl“ einmal mehr erweitert. An der Seite des fantastischen Sohns des HerzMenschen gibt es eine liebenswerte Freundin.
  • Alle guten Dinge sind drei??? Dreimal ist nun der Urlaub auf unserer Herzensinsel Pellworm ins Wasser gefallen. Das gibt Hoffnung für März.
  • ArcheTotal
    2020 war für mich nicht nur das zweite Jahr mit der Arche Brandshagen, sondern DAS ArcheJahr überhaupt. Die Arche wurde gleich im April, mit unserem Besuch dort, zu meinem TherapieOrt. Bei Gudrun, die zu einer der wichtigsten Menschen in meinem Universum wurde und den Vierbeinern und Vögeln konnte ich sein. Einfach sein, ohne mich erklären zu müssen. So entwickelte sich dort meine besondere Form der tiergestützten Therapie, für die ich mehr als dankbar bin, die mir nicht nur sprichwörtlich  ganze Tage, sondern auch mein Leben gerettet hat. Neben der Kitzaufzucht gab es in diesem Jahr zwei Rothirschkälber in der Aufzucht, von denen mein HerzMensch und ich uns Fritzi als Paten“Elch“ auserwählten. Ein Kalb mit sehr viel bunter Knete im Kopf und unfassbar großem Schmuse- und Kuschelbedürfnis. Genau das Richtige für die traurigen, verzweifelten, dunklen und traurigen Sequenzen des Tages. Egal wie schlecht es mir ging, auf der Arche wurde alles besser, auch ich!
  • Tolle Menschen prägten mein Jahr, trotz aller Distanz und Kontaktbeschränkungen. Liebe neue und alte Bekannte  und Freunde erwiesen sich einmal mehr als Lieblingsmenschen oder entwickelten sich dazu. Es ist schön zu wissen, dass ich auf ein so liebevolles Netzwerk zuryckgreifen kann, meine Macken und mein Ryckzug so bedingungslos akzeptiert werden.
  • Meine Therapeutin wurde zu einem unfassbaren Schatz in diesem Jahr, dem ich ebenfalls unfuckingfassbar viel zu verdanken habe.
  • Das erste Mal in meinem Leben habe ich Geld gewonnen!  Nicht super viel und nicht für mich, sondern für „meine“ Arche, mit der ich im Übrigen auch…
  • 2 Fernsehauftritte hatte im NDR und zum Menschen der Region und Teil  wundervoller Artikel über das Sundhus und die Arche in der OZ wurde.
  • Ich lebe auch 2020 in dem Haus mit den besten und liebenswertesten NachbarInnen der Welt. Es ist so schön, dass es diese tollen Menschen für mich gibt.

Das Positive aus 2020 zu ziehen ist gar nicht so schwer, wenn man es denn möchte. Natürlich möchte ich, denn meine depressiven und überforderten Momente überwiegen leider immer noch, so dass es genau diese positiven Erlebnisse und Menschen sind, auf die ich mich zuRYCKBLICKend besinnen möchte.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leser*innen hier auf dem RyckWeg ein glückliches, friedliches, besinnliches und gesundes Weihnachten 2020. Passt auf euch auf!

 

 

 

 

 

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