RyckBlick, Teil 2

Getz wird es ein bisschen privater…

 

  • Kurz Mittel Lang Länger Kurz Mittel Kurz – das ist kein komisches Gemorse, sondern meine Haarlänge 2020
  • Mein inneres Kind hat kurz vor dem Licht am Ende des bis hierhin recht beschwerlichen Ryckweges die Dose der Pandorra geöffnet und ich bekomme sie nicht mehr zu. So gesellte sich zu der Depression eine handfeste Posttraumatische Belastungsstörung, wie es in feinstem PsychoDeutsch heißt. Das Licht ryckte in noch unsichtbare Ferne und ich werde noch ein ganzes Weilchen mit mir selbst beschäftigt sein.
  • An meiner Seite mein HerzMensch, immer noch, immer weiter, tapfer, stark und zuversichtlich, dass ich das schaffe, weil wir das schaffen.
  • Natürlich hat Corona auch in mein Leben massiv eingegriffen. Wobei, nein, nicht das Virus, sondern der Umgang einiger mit der Pandemie. Mit ein Grund, warum ich mich nicht nur das SocialDistancing vertiefe, sondern mich in SocialMediaDistancing übe. Die Geister der Aggression und des Kontrollverlustes muss ich nicht wieder haben.
  • Ryckzug tut gut, mir und meiner Seele
  • Mein HerzMensch hat meinen Hof in ein Kleinod des wohligen Ryckzugs verwandelt und gemeinsam haben wir ein kleines Paradies für viel liebenswertes Geflügel und uns geschaffen. Wir sind gut zu Vögeln 😉
  • Ich wurde 3mal in diesem Jahr zur so unfassbar stolzen „OmaBigi“ gemacht. 3 „unserer Jungs“ aus der unsäglichen Zeit der #fckngsprtshll2015, die „ihren Weg“ gegangen sind, sind Väter geworden. Und damit ich mir nicht zu viele Daten merken muss, sind Ayla und Emil am gleichen Tag im März zur Welt gekommen, während die kleine Emilia, wie die Oma ein Novemberkind ist.
  • Indes wurde unsere „Kinderzahl“ einmal mehr erweitert. An der Seite des fantastischen Sohns des HerzMenschen gibt es eine liebenswerte Freundin.
  • Alle guten Dinge sind drei??? Dreimal ist nun der Urlaub auf unserer Herzensinsel Pellworm ins Wasser gefallen. Das gibt Hoffnung für März.
  • ArcheTotal
    2020 war für mich nicht nur das zweite Jahr mit der Arche Brandshagen, sondern DAS ArcheJahr überhaupt. Die Arche wurde gleich im April, mit unserem Besuch dort, zu meinem TherapieOrt. Bei Gudrun, die zu einer der wichtigsten Menschen in meinem Universum wurde und den Vierbeinern und Vögeln konnte ich sein. Einfach sein, ohne mich erklären zu müssen. So entwickelte sich dort meine besondere Form der tiergestützten Therapie, für die ich mehr als dankbar bin, die mir nicht nur sprichwörtlich  ganze Tage, sondern auch mein Leben gerettet hat. Neben der Kitzaufzucht gab es in diesem Jahr zwei Rothirschkälber in der Aufzucht, von denen mein HerzMensch und ich uns Fritzi als Paten“Elch“ auserwählten. Ein Kalb mit sehr viel bunter Knete im Kopf und unfassbar großem Schmuse- und Kuschelbedürfnis. Genau das Richtige für die traurigen, verzweifelten, dunklen und traurigen Sequenzen des Tages. Egal wie schlecht es mir ging, auf der Arche wurde alles besser, auch ich!
  • Tolle Menschen prägten mein Jahr, trotz aller Distanz und Kontaktbeschränkungen. Liebe neue und alte Bekannte  und Freunde erwiesen sich einmal mehr als Lieblingsmenschen oder entwickelten sich dazu. Es ist schön zu wissen, dass ich auf ein so liebevolles Netzwerk zuryckgreifen kann, meine Macken und mein Ryckzug so bedingungslos akzeptiert werden.
  • Meine Therapeutin wurde zu einem unfassbaren Schatz in diesem Jahr, dem ich ebenfalls unfuckingfassbar viel zu verdanken habe.
  • Das erste Mal in meinem Leben habe ich Geld gewonnen!  Nicht super viel und nicht für mich, sondern für „meine“ Arche, mit der ich im Übrigen auch…
  • 2 Fernsehauftritte hatte im NDR und zum Menschen der Region und Teil  wundervoller Artikel über das Sundhus und die Arche in der OZ wurde.
  • Ich lebe auch 2020 in dem Haus mit den besten und liebenswertesten NachbarInnen der Welt. Es ist so schön, dass es diese tollen Menschen für mich gibt.

Das Positive aus 2020 zu ziehen ist gar nicht so schwer, wenn man es denn möchte. Natürlich möchte ich, denn meine depressiven und überforderten Momente überwiegen leider immer noch, so dass es genau diese positiven Erlebnisse und Menschen sind, auf die ich mich zuRYCKBLICKend besinnen möchte.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leser*innen hier auf dem RyckWeg ein glückliches, friedliches, besinnliches und gesundes Weihnachten 2020. Passt auf euch auf!

 

 

 

 

 

RyckBlick, Teil 1

Corona

Das Jahr 2020 wird vielen unter uns als das Coronajahr in Erinnerung bleiben. Ein Virus, EBEN NICHT „nur eine Grippe“, eine Pandemie, Menschen an ihrer Belastungsgrenze und weit darüber hinaus, (Existenz)Ängste, überforderte und neu geforderte Eltern, Verhaltensregeln und -empfehlungen, Infektionsschutzgesetze, Auflagen, Pflichten, AHA, Kontaktein- und beschränkungen, Rycksicht, Vorsicht, Nächstenliebe, Menschenverachtung, vermeintliche Querdenker und tatsächliche GarNichtDenker, sogenannte Leerdenker, Virologen, Lockdown, Shutdown, …

und TOTE – verglichen mit den Opfern des Syrienkrieges oder den im Mittelmeer ersoffenen Geflüchteten eher wenig, angesichts einer Pandemie, die mit der Einhaltung ein paar weniger einfacher Regeln nicht besiegbar aber einzudämmen wäre, viel zu viele! In allen drei Fällen werden die Zahlen von Rechten, Rechtsextremen, Nazis, Reichsbürger*innen, Verschwörungstheoretiker*innen, selbsternannten „Besorgten“ und „Bewegten“ und Wahrheitsverdrehern instrumentalisiert, relativiert, heruntergespielt, sogar negiert. Da nutzt es auch nichts, den Verstorbenen ein Gesicht zu geben.

Nachdem an die Vernunft der Menschheit offenbar nicht zu appelieren ist, dürfen wir dank einer vergleichsweise kleinen Zahl Leerdenker und Hirnlosen dieses Jahr Weihnachten im Lockdown

er

 

 

 

 

Danke dafür. Wen wundert es, wenn manche Menschen sich mehr und mehr der Misanthropie verschreiben und größere Ängste gegenüber den Leuten um sie herum entwickeln als gegenüber des Virus selbst.

Und was sonst hab ich so national und international mitgekriegt?

  • Verquickung von Politik, Polizei und Rechtsextremismus, auch und besonders in SchreckPomm;
  • 1 rechtsextremistischer, 1 islamistischer, 1 politischer Anschlag; sich ausbreitender Antisemitismus;
  • das zwar „gut gemeinte“ aber nichts verändernde Beklatschen von ArbeitnehmerInnen in Gesundheit und Pflege,;
  • der Flughafen BER scheint fertig;
  • Brexit; der HarryMegExit;
  • ein echt beSCHEUERter Umgang mit den Verfehlungen des Andreas Franz, der ob der gefühlten Fantastilliarden, die er in den Sand setzte  immer noch im sicheren Schoß der deutschen Bundespolitik sein Unwesen treiben darf und in keinem Ryckblick auftauchte bislang, im Gegensatz zu Wirecard, wozu ich dann jetzt nichts mehr sage.
  • Eigentlich traue ich mich kaum, es laut zu sagen, wer mich kennt, kennt meine Haltung. Darum schreibe ich es leise hier hin: die Auftritte von unserer Bundeskanzlerin und dem Herrn Söder stimmten mich nicht selten überzeugt. Ich bin sicher kein Fan – aber meiner Meinung nach haben die beiden in der Krise einen verdammt guten Job gemacht.
  • Die Polizei muss sich eine Menge „gefallen lassen“ in diesem Jahr – natürlich nicht jeder Polizist, aber es wurde verhältnismäßig häufig die berechtigte Frage gestellt: „Wen rufst du, wenn die Polizei selbst Täter ist?“
  • Ein Präsident, wie es ihn noch nie gegeben hat und hoffentlich auch nie, nie wieder geben wird wurde endlich abgewählt! Der alte, weiße, laute und dumme Donald duckt sich vor diesem Wahlergebnis immer noch weg und behauptet das Gegenteil (Selbst Gerhard hat es seinerzeit schneller begriffen) – aber ab Januar darf ein neuer, noch älterer weißer Mann die Fehler seines Vorgängers ausbügeln und es hoffentlich besser machen (wozu es denke ich nicht wirklich viel braucht!)
  • tbc…

Und regional so?

Offiziell habe ich mich aus gesundheitlichen Gründen aus allem, was Greifswald betrifft in diesem Jahr herausgezogen und sogar herausgehalten. Letzteres erstaunt mich ryckblickend am meisten. Dank diverser Verteiler fühlte ich mich stets gut informiert, aber nach 10 Jahren einfach mal „nicht zuständig“. Es sei denn natürlich, meine Meinung oder Unterstützung in politischpassivpolarisierendaktiver Form war explizit gefragt. Das hat mir und meiner Psyche verdammt gut getan, wenn auch ich nicht selten mächtig an mich halten musste.

Dieses war der erste Teil meines Ryckblicks auf ein bewegendes und nachdenklich stimmendes Jahr.

 

 

 

 

Meinung vs. DeinDung

Meine Meinung heißt meine Meinung, weil es meine Meinung ist. Wäre es deine Meinung, hieß es Deinung oder eben DeinDung..
 
Meinungsfreiheit
Meinungsfreiheit, Urheber leider unbekannt.

Deinungen höre ich mir immer gerne an. So bin ich, so funktioniert Gesellschaft, so geht das in Gesprächen, Auseinandersetzungen, Diskursen und Debatten. Dabei ist Deinung mindestens so wichtig, wie Meinung – und wir können so unendlich dankbar sein, dass wir sie äußern können und dürfen, ohne Angst um Leib und Leben. Ja, wir dürfen für sie sogar auf die Straße gehen und demonstrieren – du für Deinung, ich für Meinung. Auch das ein Umstand, der mich mit Dankbarkeit erfüllt. Das Eine wie das Andere ist wesentlicher Teil unserer Demokratie und steht so in unserem Grundgesetz, in Präambel, 146 Artikeln und dem Anhang. Richtig töfte ist, dass dieses Gesetz mit all seinen Artikeln recht verständlich abgefasst ist, also auch für so einfach strukturierte und gestrickte Menschen wie mich. Das sind die postalischen Auswürfe der JobCenter und anderer Behörden erheblich schwieriger zu verstehen.

Nun halte ich mich bekanntermaßen seit mehreren Monaten zum Glück einiger mit meiner Meinung zuRyck. Das heißt nicht, dass ich nichts mitbekomme. Das heißt einfach, dass ich ganz egoistisch mit mir beschäftigt bin, mit mir und meinen Begleitern Depression und PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung). Das reicht mir auch – eigentlich.
Uneigentlich ist es aber so, dass seit einigen Wochen wieder M.Ärsche der Walking BrainDead stattfinden, Personen, offenbar ohne sinnvollen Lebensinhalt in Wort und Bild laut, lauter am lautesten ihre verquerten Ansichten vertreten. Als wäre das nicht schon belastend genug, scheißen die BrainDeads zusätzlich lauthals auf so ziemlich alle Werte, das Grundgesetz, Respekt und Gesundheit der Menschen.  Schlimmer noch, sie instrumentalisieren ihre Kinder, verhöhnen auf widerlichste Art und Weise die Opfer des NAZIonalsozialismus, sind betont nicht mehr besorgt, sondern krakeelen ihre Wut und ihren Zorn an jedem passenden und unpassenden Ort heraus, schrecken selbst vor Aggression, Gewalt und Terror nicht zurück.
Da krieg ich Plaque!!!11!!
Ich hätte niemals gedacht, dass sich der Abschaum unserer Gesellschaft nach 2015/2016 noch vervielfachen lässt. Nicht nur das, er wird auf ekelhafteste und abstoßendste Weise mit dem Abschaum 2020 vermischt. Denn wenn die Argumente in Sachen Corona nicht mehr ausreichen, sind natürlich wieder die Migrant*innen an allem Übel schuld.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich verstehe einige CoronaMaßnahmen nicht, bin skeptisch und mit ganzem Herzen bei all den Menschen, denen mit diesen Maßnahmen zusätzlicher Schaden zugeführt wird. Es ist nicht einleuchtend, dass sich am ÖPNV mit vollen Bussen und Bahnen offenbar nichts ändert, außer das Tragen der Maske vielleicht -Kulturbetriebe und Kulturschaffende aber vor die Hunde gehen. Auch weiß ich um einige Versäumnisse der Regierung zwischen Lockdown 1 und 2 und auch das  macht mich ein Stückweit wütend. Trotzdem:
Deinung – DeinDung – Hass – und das in einer nie erlebten Form, die mir mehr Angst macht, als jedes mutierte CoronaVirus. Dieses Virus, COVID19 lässt einige Leute allen Anstand über Bord werfen. Und warum? Die Antwort lautet AHA. Damit ist nicht etwa die norwegische Popgruppe um Morten Harket gemeint, sondern die wohl einfachste Regel der Welt, welche , neben zum Beispiel der freiwilligen Nutzung der Corona-Warn-App, ein Teil des Infektionsschutzes ist:
A – ABSTAND halten mindestens 1,50 Meter
H – HYGIENE beachten, HÄNDE waschen, ggf. desinfizieren – nicht in die weite Welt hinein husten oder rotzen, sondern in die Armbeuge.
A – ALLTAGSMASKE, MundNasenSchutz, SchnutenPulli tragen
Siehe auch auf den Seiten des Gesundheitsministeriums, der Bundesregierung, diverser Praxen.
Sagt selbst, einfacher geht es kaum. Es kostet nicht viel – Seife, Desinfektionsmittel oder -Tücher, die Masken, die mit ein wenig Kreativität sogar aus alten T-Shirts, Schlüppis und anderen Textilien selbstgemacht werden können. Einfacher geht es kaum und es rettet Leben.
Einfacher geht es kaum, aber den WalkingBrainDeads ist das einfache zu viel, und sie lassen es an jeder passenden und unpassenden Stelle in Wort & TAT raushängen. Die Infektionszahlen steigen, die Todesfälle in Verbindung mit Corona nehmen zu und egal, wie sich Virologen und Politik auch drehen und wenden, um schnellst möglich logische, richtige Schlüsse zu ziehen und zu lernen, die Hirntoten, Dumpfbacken, Quer-, bzw. Leerdenker, Covidioten, EkelhAfDen & Co. radikalisieren sich und plärren Deinungen. Das wiederum führt dazu, dass dieser einfachen AHA-Regel weitere Regeln in praktischen 2-4-Wochen-Happen hinzugeführt wurden. Kontaktbeschränkungen, QuarantäneRegelungen, Geschäftsschließungen lähmen bis hin zum Lockdown.
Ich möchte einer solchen Kreatur gerne meine Freundin vorstellen, die als Freiberufliche mit 5 Kindern zuhause ist, mit allem was dazu gehört – Beschäftigung, Haushalt, Homeschooling, Frieden stiften, Sorgen, Kümmern, Funktionieren und die schon seit langem nicht mehr weiß, wo ihr der Kopf steht – die aber durchhält, sich aufrafft und glaubt. Ich bewundere sie so sehr!
Ich möchte diese Kreaturen auf die Intensivstationen schleppen, damit sie mit ihren eigenen Augen sehen können, was ihre Antihaltung, ihr Leugnen und ihr menschenverachtendes Verhalten anstellen. Ich möchte  Leugner in einen Raum sperren mit Ärzten, Krankenschwestern, Pflegenden, die mit ihren Kräften am Ende sind. Ich möchte diese Leugner in Hospize sperren, in denen Menschen unterschiedlichsten Alters den letzten Weg mit nahezu fremden Menschen antreten müssen, weil ihre Liebsten keinen Zutritt erhalten. Die kompetente liebevolle Pflegekraft ist sicher kein Ersatz für jene Menschen, mit denen sie ihr Leben teilten. Ich möchte Leugner gerne bekannt machen mit jenen Menschen, die gerade einen Liebsten verloren haben und von dem sie sich auf Grund der Maßnahmen nicht verabschieden durften, den sie nicht einmal auf ihrem letzten Weg mit Familie und Freunden begleiten dürfen.
Ich möchte noch so viel mehr – UND DAS MACHT MIR ANGST! Ich bekomme Angst vor mir selbst und meinen Gedanken, wenn ich mit diesen Leugnern, Schwurblern, Menschenhassern konfrontiert werde. Extrem wütend & gehässig  in meinen Gefühlen und Gedanken, fällt mir zunehmend schwer, mich zuryckzuhalten, die Sachlichkeit zu behalten, wenn ich dann doch einmal mit einer Person mit ganz viel DeinDung diskutieren „muss“.  Ich werde mehr und mehr zur Misanthropin und Soziopathin.
Es geht nicht. So wenig Sinn es macht, mit einer Nazibratze das Gespräch zu suchen, so sinnfrei ist es, Verschwörungstheoretikern, Coronaleugnern & Co. mit Argumenten und Fakten zu kommen. Zumal sich in der Schnittmenge der  Rücksichtslosen alle Idiotologien vermischen und es ja nahezu „schick“ ist, sich auf den gegen geltendes Recht verstoßenden Veranstaltungen gemeinsam zu zeigen.
Aus aktüllem Anlass möchte ich diesen Post mit einer Erklärung schließen. Ich war über sehr, sehr lange Zeit sehr fröhlich über meine „Freunde“ in sozialen Netzwerken, die grünen Punkte, die Menschen, die ich zu 90% persönlich kenne, die durchaus vielleicht auch mal anderer Meinung sind, aber mit denen ich im Punkt Menschlichkeit auf der gleichen Welle schwimme, nein zu schwimmen glaubte.
Wer glaubt, was Schwurbler, Hirntote, Dumpfbacken, Quer-, bzw. Leerdenker, Covidioten, EkelhAfDe & Co. an Schwurbeleien, Phantastereien, Lügen, Fakenews, Aufrufe zu Hass & Gewalt von sich geben,  diesen Scheiß liked oder sogar noch kommentarvoll oder -los teilt, wird ohne mit den Wimpern zu zucken aus meiner Liste per virtüllem Arschtritt entfernt.  Ganz vielleicht hinterfrage ich – mit zwei bis drei Worten: Echt jetzt? Dein Ernst? Meinst du wirklich? Aber ich diskutiere nicht. Dafür sind mir meine sehr begrenzten Ressourcen einfach zu schade.
FickDichWer dazu aufruft, den sogenannten friedlichen Widerstand zu leisten, in dem einfach die Maske nicht getragen und Weihnachten mit der ganzen Familie und allen Freunden in vermeintlicher Stille gefeiert wird, leistet MEINER MEINUNG NACH nicht nur einen großen Beitrag zur weiteren Verbreitung des Virus, sondern macht sich schuldig – schuldig an einer Verlängerung des Lockdowns, an einem eventuellen Shutdown, an der Gefährdung aller Menschen um ihn/sie herum. Wer mit solchen Aufrufen billigend in Kauf nimmt, dass unser Gesundheitssystem zusammenbricht und die Todeszahlen weiter in die Höhe schnellen, hat in meinem Dunstkreis, in meinem Synchronuniversum, in meinem Leben nichts verloren – weder virtuell noch real! Da kannst du noch so ein liebenswerter Mensch gewesen sein in meinen Augen – mit solch einer Haltung überschreitest du mehr als eine meiner Grenzen. Behalte DeinDung für dich!
Danke fürs Zulesen!
Allen Leser*innen einen friedlichen und gesunden 4. Advent.

Meine ArcheTherapie

Immer wieder werde ich gefragt, was es auf sich hat mit meinem #tiergestützte_therapie… ob ich wirklich die Möglichkeit habe, solch eine Therapie zu bekommen, als Unterstützung für den Weg zuRyck aus der Depression.
 
NEIN – diese Form der Therapie wurde mir nicht verordnet – würde sie auch nie werden, weil leider ist unsere Medizin noch nicht so weit, solche wirklich gut wirkenden Heilmethoden „anzuerkennen“. Schon gar nicht, wenn keine ausgebildete Fachkraft dahinter steht.
 
JA – diese Form der Therapie wird von meiner Psychologin und meiner Hausärztin begeistert befürwortet, weil sie eben auch merken, wie viel besser es mir geht und sie wünschten für viele Patient*innen mehr ein solch heilsames Kleinod, wie ich es für mich mit der #arche-brandshagen entdeckt habe.
 
Ich habe eine fabelhafte Psychologin und gehe in eine tolle Gruppentherapie, und sicher macht es die Kombination aus allem zusammen – eben mit den besten, staatlich nicht anerkannten und nicht ausgebildeten Therapeut*innen der Arche Brandshagen:
 
Gudrun, REHporter Eddie & Emily, die Esel Frieda & Jackie nebst Sohn Geronimo, die bezaubernden Schafe Lisa & Molli, die REHgeneration „G“ Günni, Gustav, Greta, Gregor, Gerda & Guido und natürlich unsere Damwildkälber Fritzi & Alfred, sowie Katze Fellini & Hofhund Babsie.
 
#depression #antidepressivum #therapie #verordnung #psychologin #gruppentherapie #beste_therapeuten
Und eben weil das so ist, möchte ich euch von Herzen bitten, den Arche-Brandshagen e.V. in seinem Sein und Tun zu unterstützen.
 
Neben den Mitgliederbeiträgen und Patenschaften, die bei weitem nicht alle Kosten für ein Tier, geschweige denn die Arche decken, lebt dieser #therapieraum von Spenden (allgemein oder zweckgebunden, z.B. für den Anschluss des Geländes an die Wasserversorgung).
 
 
Entsprechend zählt WASSER nachwievor zu den wichtigsten Sachspenden, schon, weil die Arche beim Wettergeschehen „Regen“ auch immer übergangen wird. In Flaschen, in Kanistern, jeder Tropfen zählt.
 
ZIEGENMILCH – der Verbrauch ist immens und beläuft sich auf 10-13 Liter AM TAG für die DamwildDinger und die Kitze.
 
Ferner freuen sich die Nahrungsselektierer und Feinschmecker über Möhren, Äpfel, Gurken, Erdbeeren – natürlich alles in Maßen, damit es nicht schlecht wird – gerade bei den heißen Temperaturen ist Vorratshaltung recht schwierig (Der Kühlschrank ist der Ziegenmilch zugeteilt).
 
Jeder Mensch ist herzlich eingeladen, über das „goodingTool“ mit seinen Online-Einkäufen, die Arche zu unterstützen.
 
_Linkbeispiel Online-Shop REWE – Ziegenmilch direkt zur Arche liefern lassen_
https://shop.rewe.de/p/andechser-bio-h-ziegenmilch-…/3098624
 
_Links #gooding_Tool Arche_
https://einkaufen.gooding.de/arche-brandshagen-e-v-62573
https://spenden.gooding.de/arche-brandshagen-e-v-62573
 
Jeder Mensch ist herzlich eingeladen, sich die Arbeit von Gudrun Thiess und ihrem Team auf der Arche persönlich anzusehen. Nur Hunde – die müssen leider draußen bleiben – also am besten zuhause lassen, weil es nicht geduldet wird, dass Hunde für die Dauer des Besuches im Auto verbleiben.
 
Jeder Mensch ist herzlich eingeladen, sich zu informieren über die Arbeit des Vereins und wer weiß, vielleicht auch Mitglied zu werden.
 
Jeder Mensch ist herzlich eingeladen die Arche tatkräftig zu unterstützen – es gibt immer etwas zu tun!
 
Last but not least kann dann auch jeder Mensch herzlich gerne von den besten Therapeut*innen der Region profitieren – ganz ohne Überweisung, Krankenschein und Verordnung – einfach weil sie da sind! <3
 
Ich verspreche euch keine Wunderheilung – aber ein paar Minuten auf der Arche können nicht nur die Stimmung positiv verändern, sondern auch das Leben. Ich weiß wovon ich rede!

DANKE Frau Tonari! ♥

Vor fast zwei Wochen, flatterte eine bildhübsche NÖwe bei mir ins Haus, baute sich ihr Nest und war gekommen, um zu bleiben. (Ich berichtete: https://ryckweg.de/ueber-nacht-vom-virtuellen-suizid-bis-zur-stimmungs10 )

Heute möchte ich euch mehr von diesem Einzug und seinen Folgen berichten. Diesen Beitrag widme ich „Frau Tonari“, denn sie ist die Urheberin dieser unfassbaren und nachhaltigen Überraschung gewesen.

Es ist immer noch recht schwierig zu beschreiben,  aber ich versuche es. Auf den kürzesten Nenner gebracht kann ich seit dem Tag von NÖwes Landung sagen:

Mir geht es „gut“

Natürlich bin ich nicht von der Depression geheilt. Selbstverständlich gibt es schwarzdunkle Momente und Situationen tiefer Trauer, Traurigkeit und ja, auch Wut. Sicherlich habe ich immer noch einen langen Ryckweg vor mir,  bis ich von einer gewissen Stabilität sprechen kann, wieder eins mit mir bin…

Aber,

wenn es mir schlecht geht, schaue ich mir die NÖwe an, nehme sie in die Hand, ja, ich spreche auch mit ihr.

Wenn Herr Grübel sich einlädt und einzecken will, auf mein STOPP hört er ja schon lange nicht mehr, dann suche ich Schutz bei der NÖwe und irgendwie hat er vor ihr ordentlich Respekt!

Wenn ich nachts nicht einschlafen oder überhaupt schlafen kann, dann zähle ich mit der NÖwe Schäfchen.

Wenn ich die NÖwe ansehe, lächele ich.

Zudem war die NÖwe Initialzündung für Veränderungen in mir, mit mir. Vergangenen Dienstag bat ich meine Psychologin um eine PositivSitzung. Ich wollte nicht meine Ausraster, Heul- und Panikattacken, die Schmerzen und das große Loch thematisieren, sondern mal nur von dem erzählen, was „gut“ gelaufen ist. Meine Psychologin sagte, sie habe mich noch nie so erlebt. So strahlend, so aufgeregt im besten Sinne,  ja so positiv.

Der Aufhänger dieser Sitzung war die NÖwe, gefolgt von der quasi Fertigstellung meines Hofes, meiner Vogelbeobachtungsstation und natürlich von allem wundervollen, was rund um, auf und in der Arche passierte. Beim erzählen wurde mir bewusst, dass ich mich wieder richtiggehend freuen kann, dass ich etwas gefunden habe, was mir Spaß macht, Freude bereitet, mich erdet. Scherzhaft nenne ich es immer meine tiergestützten Therapien, aber da ist wirklich was dran. Ob NÖwe oder Möwen beobachten und fotografieren, ob Stunden am Fenster zu sitzen, mit dem Finger auf dem Auslöser um Rabbatzspatzen, Meisen, Amseln, Star, Nebelkrähe, Kleiber und Ringeltaube fotografisch abzuschießen – die Geduld, die ich dabei aufbringen kann, was vor wenigen Wochen noch absolut undenkbar war, wobei in den letzten zwölf Monaten Menschen und Dinge zu Schaden kamen. Ich komme raus und ich gehe raus. Ich gehe auf fremde Menschen zu und begeistere sie, z.B. für die Rehkitzrettung, die Arche. Ich traue mich und mir wieder. Und selbst, wenn sich alles in mir sträubt, ich nicht will, ich nicht mag, ich nichts lieber als den RyckZug antreten möchte – Ich kann mich wieder zu etwas zwingen und bin am Ende positiv überrascht, von dem was war und von mir.

… doch zwischen allen schwarzen Wolken, seh ich ein kleines bisschen Blau

singt Johannes Oerding in seinem Song „Alles brennt“. Genauso fühlt es sich gerade an – so fühlt es sich endlich mal wieder an. Endlich fühle ich wieder. Ich sehe das bisschen Blau, das berühmte Licht am Ende des Tunnels – wenn auch klein und mit viel Hinterfragen, den noc winzig kleinen aber erreichbaren kleinen Leuchtturm irgendwo dahinten am Horizont des RyckWeges. Es gibt sogar wieder eine kleine Perspektive, ein vorsichtiges „NachvorneSchauen“.

Alles auf Hoffnung, ganz zaghaft und vorsichtig.

Natürlich dürft ihr alle jetzt darüber nachdenken, ob das nicht auch ohne NÖwe so passiert wäre. Vielleicht. Vielleicht war dieses einzigartige Geschenk, dieses“einzigste“ für mich von einer Freundin in Auftrag gegebene und von einer fabelhaften Keramikerin getöpferte Unikat aber auch genau DAS, was es brauchte.

Danke, Frau Tonari. Danke, danke, danke.

Und Danke Gudrun – danke, dass ich sein darf auf deiner Arche – so wie ich bin.

Und natürlich Danke an meinen ♥Menschen, denn ohne dich wäre alles nichts, wäre ich nichts. Ich liebe dich!

Wenn aus dem SeelenHafen,

ein SeelenParadies wird.

Dann bin ich bei mir.

Dann bin ich angekommen.

Dann bin ich glücklich.

Dann bin ich zuRYCK.

Dann bin ich.

Über Nacht vom virtuellen Suizid bis zur Stimmungs10

Herzlich Willkommen auf dem Stimmungskarussel

„Bitte schnallen Sie sich an, nehmen Sie Ihre Brille ab, schließen Sie Ihre Taschen am Körper und überlegen gut, ob und was Sie in den vergangenen Stunden zu sich genommen haben. Nicht, dass Ihnen der Freitagsfisch nochmal durch den Kopf geht.“

Emo fliegt auf – Emo fliegt ab – Das Leben fliegt mir um die Ohren.

Zugegeben sind mir Stimmungsschwankungen nicht fremd. Böse Zungen behaupten sogar, ich sei in meinen ersten Leben manchesmal „launisch“ gewesen. Zwar bemühe ich mich stets, nett und freundlich zu meiner Umwelt zu sein, doch wenn mich jemand triggert, einen wunden Punkt trifft oder einfach glaubt, dass sie/er bei ziemlich wenig Ahnung von der Materie, ziemlich viel und laut „Meinung“ haben darf, dann habe ich mindestens meine Gesichtszüge nicht mehr unter Kontrolle, kann böse, laut und sehr gemein werden und im allerschlimmsten Fall werde ich körperlich. Letzteres bildete sich mit der Depression bis zum Verlust der Impulskontrolle aus. Sehr unschön das. Spätestens in dem Moment, in dem nicht nur Porzellan oder „totes Material“ zu Bruch geht, sondern anderen Menschen körperliches Leid zugefügt, z.B. die Nase gebrochen wird – im Affekt, aber AU, bekomme ich in der Tat Angst vor mir selbst.  Daran habe ich die vergangenen Monate wirklich hart gearbeitet und bin zumindest soweit, dass ich wenn „nur“ mir Schmerzen zufüge und ansonsten vielleicht verbal entgleise, laut werde. Ein kleiner Fortschritt, ein kleiner Schritt zuRyck ins Leben. Die Hoffnung, diesen Fortschritt halten zu können, schwindet mit der Dauer der Corona-„Krise“, aber dazu vielleicht in einem anderen Artikel etwas mehr.

Fakt ist, meine Stimmungen gehen von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt, teilweise in wenigen Minuten. Aus diesem Grund führe ich ein Stimmungstagebuch, in dem ich das Auf & Ab dokumentiere, meine Gedanken und Gefühle dazu festhalte und den Wahnsinn mit meiner Psychologin auswerten kann. Zumal ich Morgen schon unter Umständen nicht mehr weiß, warum ich heute einen Nervenzusammenbruch, eine Panikattacke oder ein absolutes Hochgefühl ausgelebt, bzw. erlebt habe.

Die meiste Zeit verstehe ich nicht mal, warum ich vor zwei Minuten noch „fröhlich“ lächelte und plötzlich zu heulen beginne und ein tiefes Loch der Traurigkeit versinke.

Der virtülle Suizid

Genauso verlief auch die vergangene Woche. Ein einziges Auf & Ab, Hin & Her, von Ausgeglichen bis Hochspannung, von Hoffnung bis „Ich geb auf! Ich will nicht mehr!“ Hinzu gesellte sich die längst verdrängte Frau Migräne, die mich sprichwörtlich in die Knie zwang und deren Ausläufer mich heute noch zanken. Gestern war einer der ruhigeren, schöneren Tage, so empfand ich es zumindest noch bei Sonnenuntergang. Dummerweise ließ ich mich von meiner Technik überreden, Dinge zu tun, für die ich eigentlich keine Kraft und Nerven mehr hatte. Ich weiß es besser und trotzdem begann ich halbherzig mit Updates, Aktualisierungen – bis mir plötzlich eiskalt wurde – hatte ich doch mit ein oder zwei geistesumnachteten Klicks nicht nur das SynchronUniversum ins jenseits befördert (was zum Teil auch so geplant war), sondern mir auch den RyckWeg hier versperrt, um nicht zu sagen geschrottet. Weg waren sie, die beiden Blogs. Im digitalen Nirgendwo auf Nimmerwiedersehen. Das Ableben meines SynchronUniversums konnte ich noch so hinnehmen, doch die Dämlichkeit, die mich hat den RyckWeg auslöschen lassen machte mich nicht nur todtraurig, sondern auch extrem wütend. Körperlich meldeten sich gleich Frau Migräne und diese Tini Tussi. Egal, irgendwas muss noch gehen, das kann es nicht gewesen sein – nein, nein, nein, das will ich nicht. Am Arsch, wieso habe ich kein Backup? Verfickte Scheiße, warum klicke ich nachts noch im AdminBereich rum und operiere am offenen Herzen, wenn eigentlich nichtmal mehr in der Lage bin, mir die Nase vernünftig zu putzen?

Ich heulte Rotz und Wasser vor lauter Verzweiflung, als mir plötzlich eine Eingebung kam. Fragt mich bitte nicht woher? Mir fiel ein, dass ich mir gerade erst habe einen ProviderRestore kommen lassen – und da müsste doch, … – das könnte doch,… ich versuchte es einfach!

Es funktionierte. Um zwei Uhr letzte Nacht konnte ich problemlos wieder auf dem RyckWeg schlendern. Das SynchronUniversum war tot, aber auch hier hatte ich schon eine Idee, was ich aus dem brachliegenden Auftritt machen wollte – und setzte auch das noch „rasch“ in die Tat um.

PUH!

„Über Nacht vom virtuellen Suizid bis zur Stimmungs10“ weiterlesen

Das EinzigSTe

ja ich weiß, einziger als einzig gibt es nicht – und ich gehöre auch zu den  Grammar-Nazis, die darauf nur allzugerne hinweisen. Doch zur Zeit gilt diese Steigerung für mich und mein Sein mitten in und mit der Depression irgendwie.

Das EinzigSTe,

das mich Ertragen, Erdulden und Sein lässt, ist die nicht verordnete, selbstgewählte „tiergestützte Therapie“.

Die ersten beiden Rehkitze der Arche Brandshagen
Einfach nur sein.